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Radeln ohne Alter

Rikscha-Ausfahrten mit Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen

Eine Rikschafahrt ist ein Abenteuer, bei dem Eindrücke der Fahrt ebenso geteilt werden wie Lebensgeschichten. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten via Newsletter. Wie? Lesen Sie weiter!

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Nur ein Beispiel von vielen - dies sind die Worte eines Ehrenamtlers, der dabei ist: 

"Es war ein voller Arbeitstag, aber ich hatte noch 2 Stunden Zeit und die Sonne schien – ideal für eine Rikscha-Ausfahrt. Ich hatte zufällig im Seniorenzentrum Schöneberg einen interessanten, ironischen und geistreichen Herren kennengelernt. Aber der sagte mir am Telefon ab. Also wies mir die Heim-Mitarbeiterin zwei Freundinnen zu, beide mit leichterer bis mittlerer Demenz, 88 und 91 Jahre alt. Auf sie war ich –ehrlich gesagt– weniger neugierig. Ich wusste nicht, was sie mir bei unserer gemeinsamen Ausfahrt würden erzählen können.

Kaum aber war ich mit den beiden alten Damen über die Hauptstraße hinweg zum Park gelangt, da fingen sie an, in Ohs und Ahs auszubrechen, gerade so, als hätten sie noch nie einen Teich, sonnenbeschienenes Laub oder herumtobende Kinder gesehen. Sie wollten gar nicht aufhören, mir zu danken, nahmen jeden Hubbel auf dem Weg als lustiges Abenteuer, lobten meine Fahrkünste, lachten. Passanten zauberte unser Erscheinen ein unwillkürliches Lächeln ins Gesicht, und die beiden Alten winkten ihnen zu, riefen Wildfremden fröhliche „Hallos“ entgegen. Sie machten unsere kleine Fahrt zu einer Feier ihres Dabeiseins im öffentlichen Leben. Und sie erzeugten um uns herum eine Blase aus guter Laune. Lächeln sammeln… Schließlich verbot ich den Beiden das Dankeschön, weil es mir selber solchen Spaß machte! Ich musste erkennen, dass es egal war, ob sie interessante Gesprächspartnerinnen abgaben. Was sie mit mir teilten, war ihr Glück. Ich bekam unfassbar viel davon ab. Das Wichtigste im Leben kann sehr einfach sein."

 

csc / 24.03.2019


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