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Fortsetzung der Vortragsreihe "Luther und die Welt"

Die Ringe des Saturn oder die Frage "Wie hängen Naturwissenschaften mit Martin Luther zusammen und umgekehrt?"

Die persönliche Gesprächsreihe "Luther und die Welt" geht weiter! Mittwoch, 06.09.2017, um 20.00 Uhr im Gemeindezentrum der Lutherkirche (Kurfürstenstraße 20b, 53115 Bonn). Zu Gast ist der Physiker Prof. Dr. Dr. habil. Horst Lenske, der die Frage stellen wird, was Martin Luther mit den Ringen des Saturn zu tun hat...

Prof. Dr. Dr. habil. Horst Lenske (Foto: H. Lenske)

Prof. Dr. Dr. habil. Horst Lenske (Foto: H. Lenske)

Martin Luther wird gewürdigt als der mutige Rebell und Reformator, der Zerstörer und Neubegründer. Aber Martin Luther und die Ringe des Saturn? Diese scheinbar so rätselhafte Verbindung erklärt sich aus der wenig bekannten Tatsache, dass Martin Luther erheblich auch zum Entstehen der exakten Naturwissenschaften beigetragen hat.

Bei vielen Gelegenheiten hat er klare Positionen gegen die traditionelle mystische Naturerklärung eingenommen. Anstatt nach verborgenen, spekulativen Ursachen zu suchen, favorisierte er den Erkenntnisgewinn aus Beobachtung, was er als das „Lesen von Gottes Werk“ verstand. Diese Vorstellungen hat Martin Luther in die reformatorische Neugestaltung des Studienkanons einfließen lassen und an den evangelischen Universitäten verankert. Der Bruch mit dem mystischen Weltbild der Antike und des Mittelalters war eine weitere ketzerische Herausforderung der römischen Kirche. Der reformatorische Aufbruch änderte das Weltverständnis, befreit von Denkverboten und alten Zwängen. Die neue Offenheit führte in den Ländern der Reformation zum Aufblühen der Wissenschaften und erzwang schließlich den Umsturz des Weltbildes

Von Martin Luthers Sicht der Natur kann also ein Bogen geschlagen werden zu Kopernikus, Kepler und Galilei und dem Entstehen der modernen Naturwissenschaften. Spannend...

Der Physiker Horst Lenske hat sein Studium in Bonn 1976 absolviert und nach Stationen in Austin (Texas) und München, in Darmstadt (GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung) sowie Giessen (Institut für Theoretische Physik) geforscht und gelehrt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen international anerkannter Forschungsgruppen und arbeitete vielfältig als Berater u.a. des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung).

Weitere Informationen zur Vortragsreihe sowie den Flyer mit allen Details finden Sie unter: http://www.lutherkirche-bonn.de/archiv/2017-602-Luther_und_die_Welt.php

hl/csc / 24.08.2017


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