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Ökumene

Partnerschaftsvereinbarung zwischen St. Sebastian und der Lutherkirchengemeinde

Ein kleiner Meilenstein der Ökumene: Als Ausdruck des guten Miteinanders vor Ort unterzeichnen die Lutherkirchengemeinde und St. Sebastian am Buß- und Bettag 2014 eine offizielle "Partnerschaftsvereinbarung".

Das Schiff als Symbol für die Kirche mit dem Kreuz als Mast: Zeichen der Ökumene

Das Schiff als Symbol für die Kirche mit dem Kreuz als Mast: Zeichen der Ökumene

Der ökumenische Arbeitskreis der Pfarrei St. Sebastian und der Lutherkirchengemeinde in Poppelsdorf und in der Südstadt arbeiten seit vielen Jahren an kirchlichen Projekten auf dem Weg zu mehr Gemeinsamkeit. Bei allen Verzögerungen und Empfindlichkeiten in den letzten Jahren ist allen Beteiligten klar: „Der ökumenische Fortschritt ist nicht umkehrbar“ (Kardinal Kasper). Ein wichtiger Schritt vorwärts ist jetzt die nach intensiver Vorbereitungs- und Abstimmungsarbeit entstandene Partnerschaftsvereinbarung beider Gemeinden, die inzwischen alle zuständigen Gremien passiert hat und in einem ökumenischen Gottesdienst am Mittwoch, 19. November 2014 (Buß- und Bettag) in der Lutherkirche von Pfarrerin Ulrike Veermann und Pfarrer Bernd Kemmerling und den Vertretern des Pfarrgemeinderats bzw. des Presbyteriums unterzeichnet wird. Beginn um 18.00 Uhr in der Lutherkirche (Reuterstraße 11).

Ökumene konkret vor Ort bewahren und stärken

Theologisch und dann auch ganz konkret greift die neue Vereinbarung die katholisch-evangelischen Gemeinsamkeiten auf: Grundlagen des Glaubens wie sie im Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel (381) formuliert sind, die gemeinsame katholisch-lutherische Erklärung zur Rechtfertigungslehre (1999) und die Charta Oecumenica des ökumenischen Kirchentags in Berlin (2003). Ganz konkret werden u.a. die Gottesdienste in der "Gebetswoche für die Einheit der Christen", die regelmäßigen, gemeinsamen Taizégebete, Gedenken an die Reichspogromnacht und die Friedensdekade im November bis hin zum Poppelsdorfer Orgelsommer und das weihnachtlichen Turmkonzert des Bläserchors der Lutherkirche für St. Sebastian in einen verbindlichen Rahmen gestellt, an dem beide Gemeinden in Zukunft gemessen werden können.

In gemeinsamen Sitzungen des Presbyteriums, des Pfarrgemeinderats und der Seelsorgeteams ist in Zukunft die Gelegenheit gegeben, das Bestehende zu reflektieren und weitere Initiativen anzustoßen. Der ökumenische Arbeitskreis ist froh darüber, mit dieser Partnerschaftsvereinbarung einen großen Schritt gemacht zu haben, Blockaden zu durchbrechen, mehr Vertrauen aufzubauen und Neues zu wagen auf dem Weg zur sichtbaren Einheit im Glauben. Die beiden Gemeinden befinden sich dabei in guter Gesellschaft: Schon vor zehn Jahren sind ähnliche Verträge zwischen der Trinitatis Kirchengemeinde und der Pfarrei St. Maria Magdalena und zwischen der Münsterkirche, der Kreuzkirchengemeinde und der altkatholischen Gemeinde St. Cyprian abgeschlossen worden.

Der Wortlaut des Vertrags findet sich auf der Internetseite: http://www.vip-bonn.de/oekumene.php

Ralph Schaumann/ger / 13.11.2014


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