Losung für den 28.05.2020

Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend. Psalm 25,16

Der Kranke antwortete Jesus: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! Johannes 5,7-8

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Bild-LupeVideosprechstunden und Schutzscheiben gehören im Moment auch zum Alltag von Dr. Marcus Linzbach (Foto: Linzbach)

Blick in die Gemeinde

Alltags-Strategien unserer Gemeindemitglieder und Nachbarn in Corona-Zeiten

Hier stellen wir Ihnen in den nächsten Wochen einzelne Menschen vor, die wir virtuell getroffen haben, um ihnen fünf Fragen zu stellen, wie sie mit der Corona-Krise umgehen: Dr. Marcus Linzbach

Dr. Marcus Linzbach arbeitet in eigener orthopädischer Praxis in der Südstadt.

Hier seine Antworten auf unsere fünf Fragen: 

Wie meistern Sie Ihren beruflichen Alltag im Moment?

Insgesamt ist die Situation natürlich auch in unserer Arztpraxis komplizierter geworden. An erster Stelle steht der Schutz vor Ansteckung sowohl für die Patienten als auch für unsere Mitarbeiter. Demnach haben wir unseren Praxisablauf so umstrukturiert, dass es zu so gut wie keinen Wartezeiten im Wartezimmer kommt. Wir bitten die Patienten einzeln die Praxis zu betreten und setzen die Patienten direkt einzeln in die Behandlungszimmer. Wir haben überall in der Praxis Desinfektionsmittelspender platziert und vermeiden einen engen Kontakt zwischen den Patienten untereinander.

Für unsere Angestellten haben wir Schutzmasken organisiert, die auch wir als Ärzte tragen, um uns vor einer Infektion zu schützen. Am Empfang haben wir eine Schutzscheibe installiert, was zunächst sehr ungewohnt war und eher an einen Bankschalter erinnert, bietet aber einen nochmals erhöhten Schutz für unsere Mitarbeiter.

Wir können somit weiter für unsere Patienten in vollem Umfang da sein, entlasten so die Krankenhausambulanzen und sorgen für den größtmöglichsten Schutz.

 

Darüber hinaus haben wir (...) ein eigenes Portal eingerichtet, wo Patienten, die zur Coronarisikogruppe gehören oder auch einfache Kontrolltermine benötigen, per Videosprechstunde einen Termin vereinbaren können. Ganz einfach und bequem von zu Hause aus.

 

Welche Anliegen haben Ihre Patienten im Moment vermehrt?

In unserer orthopädischen Praxis unterscheidet sich das Bild der Erkrankungen gar nicht so sehr zu der Zeit vor der Coronapandemie. Das sehe ich auch ein bisschen als Gefahr, dass im Moment «normale» Krankheiten oder Beschwerden übersehen bzw. als nicht so wichtig erachtet werden. Aber auch diese Erkrankungen, wie Rheuma, chronische Schmerzsyndrome oder auch akute Sportverletzungen brauchen eine adäquate Therapie um Folgeschäden zu verhindern. Klar, sollten jetzt gerade ältere Patienten oder Patienten aus der Risikogruppe eher zu Hause bleiben, aber da versuchen wir dann eben, wenn es sich nicht um einen akuten Notfall handelt per Telefon oder Videosprechstunde zu helfen.

In den Krankenhäusern wurden ja auch alle sogenannten elektiven, also nicht dringlichen Operationen auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und verschoben. Auch diese Patienten brauchen Behandlung und Hilfe, die wissen ja gar nicht wann und wie ihre geplante OP oder Therapie weiter geht. Auch da können wir besprechen was man tun kann um die Beschwerden bis zum OP Termin zumindest zu lindern.

 

Wie belastend sind diese neuen Arbeitsbedingungen für Sie persönlich?

Die größte Unsicherheit, die uns glaube ich alle umtreibt, ist das man nicht genau weiß, wann wieder ein Zustand der «Normalität» erreicht sein wird. Aktuell versuche ich mich, meine Mitarbeiter und die Patienten bestmöglichst zu schützen, aber auch natürlich nach wie vor für die Patienten da zu sein! Wir können ja nicht den Kopf in den Sand stecken. Ich gehe jetzt nicht täglich mit der Sorge einer Ansteckung in die Praxis. Aber eine Umstellung mit Maske zu arbeiten, Abstand untereinander zu halten und niemandem mehr die Hand zu geben ist es schon. Gerade in unserem Team war es eigentlich ein sehr fröhlicher Umgang miteinander, wir sind auch mal alle zusammen weg gegangen oder saßen nach Arbeitsschluss noch zusammen. Das fällt natürlich weg und fehlt.

 

Welche Strategien haben sie für sich aktuell gefunden, die Ihnen helfen, zwischendurch zu entspannen?

Ich versuche das Postive zu sehen, nämlich dass ich mit meiner Frau und meinen Kindern das ganze Wochenende zu Hause verbringe und wir sehr viel Familienzeit haben. Durch das tolle Wetter sind wir sehr viel im Garten oder im Wald unterwegs. Diese Zeit genieße ich im Moment besonders.

 

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn der normale Alltag zurück ist?

Meine Freunde und Familie wieder zu treffen und in den Arm zu nehmen und nicht nur über Videokonferezen mit Ihnen zu sprechen.

 

Wir danken Dr. Marcus Linzbach für seine Offenheit und wünschen alles Gute!

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csc / 07.04.2020



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