Losung für den 16.01.2021

Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. Psalm 121,5-6

Jesus betet: 

Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. Johannes 17,15

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Bild-Lupe"Wo eine persönliche Begegnung nicht möglich ist, wünsche ich mir weiterhin kreative Ideen." (Foto: Scholz)

Blick in die Gemeinde - Teil 2

"Lockdown" und "neue Normalität" - Alltag in Coronazeiten - Folge 8

Wir haben Gabriele Scholz virtuell getroffen und sie um kleine Einblicke in ihren Alltag gebeten. Wir sind neugierig, was sich in ihrem Leben seit dem ersten Lockdown bis jetzt verändert hat und wie es ihr jetzt geht.

1. Wie haben Sie den ersten Lockdown rückblickend erlebt?

Während ich mich mit der Frage beschäftige, wird von der Politik gerade der nächste Lockdown diskutiert. Das fließt in meine Gedanken zum Rückblick mit ein.

Die Zeit war von verschiedenen Impressionen und Gefühlen geprägt. Zu überlegen, wie der Kontakt zur Familie und Freund*innen gehalten werden kann, war eine zentrale Frage. Danach stand die Neuorganisation des Berufsalltages im Vordergrund, auch mit Blick auf Verantwortung für Mitarbeiter*innen.

Der Verzicht auf Restaurantbesuche und kulturelle Ereignisse stand zu Beginn des Lockdowns  für mich nicht so im Fokus. Nachdem diese Aktivitäten bereits seit November wieder nicht möglich sind, spüre ich deutlich, wie wichtig doch auch diese Bereiche sind. Das gilt auch für die Teilnahme an sportlichen Angeboten – sowohl für den aktiven als auch für den passiven Part, in meinem Fall als Anhängerin der Rhein-Neckar-Löwen.

Am wenigsten gestört haben mich die Einschränkungen bei den Einkaufsmöglichkeiten, denn das Notwendigste stand immer zur Verfügung. Und in der Zeit der Einschränkung wurde vielleicht auch deutlich, dass wir in vielerlei Hinsicht im Überfluss leben bzw. viele Dinge gar nicht so wichtig oder erforderlich sind. Mich hat das an die freiwillige Einschränkung  des Gepäcks beim Wandern erinnert.

2. Wie sind Sie mit der AHA-Regel und den weiteren Corona-Schutzmaßnahmen durch den Sommer gekommen?

Im Gegensatz zu Menschen in anderen Ländern waren wir nicht so weit eingeschränkt, als dass sich das Leben nur auf die eigenen vier Wände reduziert hätte. Die Möglichkeit, sich im Freien zu bewegen und dazu das häufig schöne Wetter haben doch eine Ausgleichsmöglichkeit geboten.

Das Tragen der Maske und das ständige Hinterlegen der eigenen Daten empfinde ich als nicht so störend.

Die Regelungen im Umgang mit anderen Menschen fand und finde ich bis heute als größte Einschränkung. Nach einiger Zeit konnte man sich endlich wieder treffen und dann die Unsicherheit auf beiden Seiten: Umarme ich die Freundin oder lasse ich das besser sein? Der Umgang wird so weniger spontan, die Herzlichkeit muss irgendwie ersetzt werden.

3. Wir haben im Frühling Gemeindeglieder danach gefragt, worauf sie sich am meisten freuen, wenn der „normale Alltag“ zurück ist. Ganz kurz schien manches wieder normal zu sein, hatten Sie Zeit sich einige Ihrer Wünsche zu erfüllen?

Der ersten Gottesdienst, den ich nach dem Lockdown besucht habe, ist mir noch sehr präsent: Es war an Christi Himmelfahrt, auf der Gemeindewiese.

Der erste Kinobesuch gemeinsam mit meinem Mann war ein schönes Erlebnis. Der erste Restaurantbesuch war eher geprägt von Unsicherheit im Verhalten, das war nicht der ganz große Genuss.

4. Nun gibt es einen sogenannten "Lockdown-Light". Täglich scheint es neue Änderungen zu geben. Hat das Auswirkungen auf Ihren Alltag? (Anm. d. Redaktion: Stand 06.12.2020)

Durch den ersten Lockdown ist in einigen Bereichen schon Routine eingekehrt, das gilt besonders für die Arbeitswelt. Hier sind die Auswirkungen aktuell nicht sehr groß.

Die Einschränkungen bei Kultur im weitesten Sinne und beim Sport sind schon bedeutender.

Am gravierendsten sind die Auswirkungen in Bezug auf Familie und Freundeskreis. Das empfinde ich gerade vor Weihnachten als sehr einschneidend und bedrückend.

5. Haben sich Ihre Wünsche verändert? Was wünschen Sie sich für die kommenden sechs Monate? Gibt es eine „neue Normalität“?

Verändert haben sich meine Wünsche nicht. Die Hauptsache ist, dass die Menschen, die mir nahe stehen, gesund bleiben. Dazu muss man Einschränkungen hinnehmen, einen anderen Weg gibt es aus meiner Sicht nicht.

Für die kommenden Monate wünsche ich mir, dass die im Sommer geübte Solidarität, Geduld und Empathie nicht nachlässt.

Eine neue Normalität wird es in einigen Bereichen sicher geben, beispielsweise in der Arbeitswelt durch verstärkte Homeoffice-Möglichkeiten.

Wünschen würde ich mir, dass die positiven Effekte, die sich in der Pandemie entwickelt haben, weiterwirken. Das gilt für das Potential an Kreativität, die entstanden ist. Und das sollte auch gelten für die Berufsgruppen, die wesentlich dazu beitragen, dass kranke Menschen gepflegt und nach Möglichkeit geheilt werden. Als Krankenschwester und Mutter einer Ärztin weiß ich aus eigener Erfahrung, was diese Berufe bedeuten – nicht nur in Zeiten einer Pandemie.

6. Was wünschen Sie sich von "Luther"?

Wie wichtig der erste Gottesdienst nach dem Lockdown für mich war, habe ich beschrieben. Gerade die Ostertage ohne Gottesdienst in der Kirche waren unglaublich traurig.

Auch jetzt finde ich es richtig und wichtig, dass sich die Gemeindeleitung entschieden hat, dass Gottesdienste nicht nur digital gefeiert werden. (Anm. d. Redaktion: Stand 06.12.2020) In Hinblick auf Übertragungen ins Internet hätte ich mir gewünscht, dass diese technische Ergänzung früher angeboten wird.
Ich wünsche mir von Luther, dass alle Möglichkeiten und Freiräume zur Gestaltung von Gemeindeleben in der Begegnung genutzt werden. So war es durch das Engagement der Leiterin unserer Kreistanzgruppe, Siegrid Schierbaum, möglich, dass wir uns nach dem Lockdown unter Beachtung von Abstandregeln wieder getroffen haben.

Wo eine persönliche Begegnung nicht möglich ist, wünsche ich mir weiterhin kreative Ideen. Ein schönes Beispiel ist für mich der digitale Adventskalender mit wunderbarer Musik und anderen interessanten und vielfältigen Beiträgen.

Gabriele Scholz gehört zu unserer Gemeinde und ist bei uns in verschiedenen Kreisen engagiert.

In unseren Corona-Diaries begegnen Sie Menschen, die unserer Gemeinde nahe stehen, Gemeindeglieder oder Mitarbeiter*innen sind. 

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csc / 22.12.2020



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