Losung für den 20.05.2022

Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen; sie wiegt zu schwer, ich kann sie nicht mehr tragen. Psalm 38,5

Gott hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet. Kolosser 2,14

Gottesdienste

Hier finden Sie die Termine der Gottesdienste für die nächsten sieben Tage.

Gottesdienste

Gottesdienst, Taufen & Trauungen

Glocke

Hören Sie die Glocken der Lutherkirche. Dazu finden Sie Infos zu Gottesdienst, Kindergottesdienst, Taufe und Trauung.

Gottesdienst, Taufen & Trauungen

Spenden

Danke! Wir freuen uns über jede, auch kleine Spende. Sie kommt ohne Abzüge direkt unserer Arbeit zugute.

Spenden

Spenden Sie

PROtestant

Logo PROTESTANT

Der PROtestant ist die evangelische Zeitung für Multiplikatoren aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft im Großraum Bonn.

PROtestant

Service

Bild-LupeVier Weisen aus dem Morgenland auf dem Weg nach Bethlehem (Illustration: R. Knur)

3. Advent

Mit den vier Königen durch den Advent - 3. Advent

Die dritte Kerze am Adventskranz brennt und die vier Könige aus dem Morgenland sind weiterhin geduldig und zielstrebig unterwegs auf dem Weg nach Bethlehem. Wie wird es sein, wenn sie ankommen? Was erwartet sie? Wie wird es sein, in diesem Anderen Land...

Noch 11 Tage sind es bis Weihnachten, die dritte Kerze am Adventskranz ist entzündet. (Foto: C. Oeser) LupeNoch 11 Tage sind es bis Weihnachten, die dritte Kerze am Adventskranz ist entzündet. (Foto: C. Oeser)

Und Herodes sagte zu ihnen:

„Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr’s findet, so sagt mir’s wieder, dass auch ich komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war.“

 

Da sahen sie den Stern, nicht mehr weit der Weg. – Und sie fragten sich:

Wie wird es sein, wenn sie vor dem Kind stehen werden? Was erwartet sie? Wird alles anders? Wird die Welt neu? Wird aus dem Kind ein starker Fürst, der alles richten wird, mit starkem Arm, oder einer, der Frieden predigen wird?

 

Alles hatten sie vorbereitet, aber waren sie es selbst?

Gegen welche Widerstände mussten sie damals antreten?

 

„Widerstände“, ich schreibe dieses Wort und denke daran, was mit unserer, mit meiner Vorbereitung auf das Fest ist. Das Fest, das uns erinnern soll an diesen besonderen Moment von dem Lukas erzählt, in dem Gott in einem Kind uns Menschen so nahe gekommen ist, wie es ihm möglich schien.

 

Widerstände…

Seit mehr als 1500 Jahren wird dieses Fest begangen in ganz unterschiedlicher Weise. In christlichen Staaten, im atheistischen Umfeld, in anderes religiösen Zusammenhängen. In gefährlichen und unsicheren Zeiten. Im Frieden. Beeindruckend die Erzählung aus dem 1. Weltkrieg als am Heiligen Abend die Waffen schwiegen und die Soldaten miteinander sangen.

Absurd – anrührend – bewegend. Da war eine Sehnsucht, die durch dieses Fest gestillt wurde.

 

In diesem Jahr aber scheinen mir die Widerstände andere zu sein.

Ein Höhepunkt sicherlich die Frage im General Anzeiger, ob die Politik entscheiden darf, welches Fest wichtiger ist, Weihnachten oder Silvester?

 

Geht es um ein Ranking? Kann es uns Kirchen um einen Wettstreit, um Wichtigkeit gehen?

Geht es bei den Entscheidungen um die Erwartung der Begegnung mit Gott?

Warum soll Weihnachten gefeiert werden?

Weil wir uns erinnern?

Weil wir in Familie sein wollen?

Weil wir Geschenke austauschen wollen?

Weil der Handel ohne diese wichtige Einnahmezeit nicht überleben wird?

Weil das Volk eine Unterbrechung braucht?

Was wäre die Botschaft eines liebenden Gottes?

Vielleicht ja ganz überraschend oder ganz klar: Toll, dass Ihr Kirchen Euch so viele Gedanken macht, auch Ihr in Luther… Aber, warum wartet Ihr nicht noch eine Weile? Wie wäre es, wenn Ihr einen kleinen Umweg macht und zumindest in den Kirchen ein anders Fest feiert? Ein Weihnachten mit der Sorge um die Mitmenschen im Mittelpunkt und schon dem Osterfest im Blick?

 

Vielleicht wird es bei aller Planung in den nächsten Tagen noch zu ganz anderen Entscheidungen kommen… Vielleicht werden uns die Planungen aus der Hand genommen. Vielleicht ist es liebevoller sich nicht persönlich zu begegnen?

 

Aber ändert das unser Erinnern und unsere Dankbarkeit?

Vielleicht führt uns dieser Weg zu dieser Weihnacht zu einem ganz neuen Blick auf das Zentrum unseres Glaubens…

Denn wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm…

 

Lassen sie uns also weiter gehen in das Neue - Andere Land, das es zu entdecken gilt.

 

Ich wünsche einen schönen dritten Advent!

 

Pfarrerin Ulrike Veermann

 

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

uv/csc / 12.12.2020



© 2021, Evangelische Lutherkirchengemeinde Bonn
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung