Losung für den 20.05.2022

Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen; sie wiegt zu schwer, ich kann sie nicht mehr tragen. Psalm 38,5

Gott hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn aufgehoben und an das Kreuz geheftet. Kolosser 2,14

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Bild-LupeVier Weisen aus dem Morgenland auf dem Weg nach Bethlehem (Illustration: R. Knur)

2. Advent

Mit den vier Königen durch den Advent - 2. Advent

Den Weg durch einen besonderen Advent gehen wir gemeinsam mit den vier Königen aus dem Morgenland. Zum 2. Advent denken wir darüber nach, welches außergewöhnliche Geschenk zu außergewöhnlichen Ereignissen passt. Damals waren es Gold, Weihrauch und Myrre.

Unser Küster Reinhard Knur zündet die 2. Kerze am Adventskranz an (Foto: C. Oeser) LupeUnser Küster Reinhard Knur zündet die 2. Kerze am Adventskranz an (Foto: C. Oeser)

Wie heißt es bei Micha?

„Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Tausenden in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.“ Micha 5.1

 

Da wird einer schon lange erwartet. Er soll Rettung bringen. Das kann nur ein großer, ein stattlicher, ein starker sein, das muss ein König sein – alles wird gut…

 

Und so geschah es wie Lukas schreibt:

„Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.“ Matthäus 2,1f

 

Aber was geschah nach dem Moment als sie die ersten Zeichen sahen? Wie war ihre Vorbereitung? Was war zu bedenken? Was in die Wege zu leiten? Gegen welche Widerstände mussten sie antreten?

 

Und ich fühle mich im Kleinen erinnert an meine Überlegungen vor einem besonderen Augenblick, einer besonderen Begegnung, einem besonderen Fest, einem Dank, einer Bitte, einer Hoffnung. Erinnere mich an die Aufregung, die Überlegung, die Planung. Alles muss gut sein, wenn es geht sogar noch besser. Als ich einmal zu einem Geburtstag des Enkels einer Freundin eingeladen wurde, da wusste ich, hier werden sich die Geschenke türmen, eines besser, teurer, wichtiger als das andere. Auf dem Weg dorthin fand ich ein Geschenk, das anders war….

 

Und sie überlegten, was könnte dem neuen König gerecht werden. Sie wählten das, was ihnen selber wichtig, kostbar, wertvoll erschien: Gold Weihrauch und Myrre.

 

Gold: Das „aurum coronarium“, die Goldkranzspende. Dabei überreichte in der Regel ein Besiegter dem Triumphator einen goldenen Siegeskranz, Gaben oder Geld als Geschenk zu dessen Anfertigung. Und so wollen sie Gottes Sohn durch das Kostbarste ehren, das ihnen die Erde bietet.

Weihrauch: „Schweiß der Götter“. So nannten die Ägypter die Perlen des Weihrauchs, er wurde Kaisern und Statthaltern zum Einzug in eine Stadt vorangetragen – als Zeichen der Huldigung. Die römischen Kaiser ließen sich als Dominus et Deus „Herr und Gott“ verehren und verlangten Rauchopfer vor ihrem Bild.

Myrre: „Nimm dir Balsam von bester Sorte: fünfhundert Schekel erstarrte Tropfenmyrrhe, halb so viel, also zweihundertfünfzig Schekel, wohlriechenden Zimt, zweihundertfünfzig Schekel Gewürzrohr und fünfhundert Schekel Zimtnelken (Zimtblüten), nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, dazu ein Hin Olivenöl und mach daraus ein heiliges Salböl“ (Ex 30,23–25). Und so war Myrrhe Bestandteil des Salböls, mit dem die Stiftshütte und die Priester im Tempel gesalbt wurden.

 

Nun machten sie sich auf den Weg, nicht allein, nein, gut beschützt, damit den teuren Gaben nichts geschah, folgten dem Stern und kamen zu einer Hütte…

 

Und dann? Wir werden ihnen weiter folgen…

 

Aber wie ist es Ihnen ergangen, wenn Sie sich Gedanken gemacht haben über ein besonderes Geschenk, einen außergewöhnlichen Moment, eine Erinnerung, die noch immer im Herzen ist, unbezahlbar und zugleich unvergesslich?

 

Bei mir war es eine Zugabe zum „richtigen“ Geschenk, es waren Seifenblasen vom Discounter und es war schön den Kleinen zu sehen, dessen Augen strahlten und nichts anderes mehr sehen wollten…

 

Habe ich daraus gelernt?

Haben wir durch solche Erlebnisse gelernt?

Haben die Kirchen gelernt?

 

Wie begegne ich diesem Kind, in dem Gott den Menschen nah gekommen ist, wie es die Bibel beschreibt? Vielleicht war diese Geburt das Seifenblasengeschenk Gottes, das uns bis heute träumen lässt.

 

Lassen sie uns weiter gehen in das Neue - Weite Land, das es zu entdecken gilt.

 

Ich wünsche einen schönen zweiten Advent!

 

Pfarrerin Ulrike Veermann

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uv/csc / 05.12.2020



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