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Leitlinien unserer Kirchengemeinde

"Du stellst meine Füße auf weiten Raum"

Woher kommt unsere Kirchengemeinde? Wohin wollen wir?

Rosengarten mit Ansicht der Lutherkirche. Die Rose ist die Wappenblume Martin Luthers. (Foto: Joachim Gerhardt) LupeRosengarten mit Ansicht der Lutherkirche. Die Rose ist die Wappenblume Martin Luthers. (Foto: Joachim Gerhardt)

Das Presbyterium hat einen Leitbildprozess verabschiedet, der sich in vier Thesen an dem Psalmwort "Du stellst meine Füße auf weiten Raum" orientiert. Hier lesen Sie das Leitbild der Lutherkirche Bonn.Unsere Leitlinien für die Lutherkirchengemeinde: 4 Thesen "DU STELLST MEINE FÜßE AUF WEITEN RAUM"

Vorwort: Wenn hier im Folgenden unsere Leitlinien für die Lutherkirchengemeinde beschrieben werden, so geschieht das nicht nur im Blick auf die Zukunft unserer Gemeinde. Diese Leitlinien sind auch ein Kristallisationspunkt des vergangenen und gegenwärtigen Lebens in der Gemeinde. Hier soll zusammenfließen, was „Luther“ ausgemacht hat, ausmacht und ausmachen soll.
Was eine Gemeinde prägt, das hat vor allem mit den Menschen zu tun, die in ihr leben und arbeiten. Sie haben – oft auf nicht unmittelbar sichtbare Weise – ihre Spuren in der Lutherkirchengemeinde hinterlassen. In diesen menschlichen Spuren wirkt Gott in der Gemeinde.
In der Arbeit an der Gemeindekonzeption sind wir diesen Spuren bis in die Gegenwart gefolgt und haben versucht sie deutlich zu machen und zu versprachlichen. Ein Stichwort zog sich durch den ganzen Prozess: „Offenheit.“ Die Lutherkirche sei eine „offene“ Gemeinde, so wurde übereinstimmend geurteilt.
Als biblischer Impuls, der helfen kann, den Begriff zu präzisieren, wurde Psalm 31,9 gefunden: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum.“

These 1
Gott als Zentrum
Das „Du“ im Psalmvers erinnert an den dreieinigen Gott als das Zentrum unserer Gemeinde. Es verweist auf den Urheber und Grund unserer Gemeinschaft.
Unsere Hoffnung ist, dass sich dieser Gott in unserer Gemeinschaft immer wieder auffinden lässt.
Unser Weg: In allen Teilen der Gemeinschaft wird nach Gott gesucht. Das geschieht in den einzelnen Gesprächen, Gruppen und Kreisen meist nebenher im Arbeiten und Zusammensein.
In unseren Gottesdiensten wird öffentlich gefragt, wo Gott denn im Alltag und Sonntag unseres Lebens anwesend ist.

These 2
Die Gemeinde als weiter Raum
Das nicht festgelegte, offene, freie Leben unserer Gemeinde finden wir in dem „weiten Raum“ wieder, von dem der Psalm spricht. Der „weite Raum“ vermittelt uns zugleich das Gefühl des Verfügenkönnens und der Verlassenheit, der Lust auf und der Angst vor Freiheit, der Befreiung und der Beauftragung. Beide Seiten sind typisch für das Leben unserer Gemeinde.
Dieser Raum wird überall da präsent, wo die Gemeindeglieder sich in ihrem Leben hin bewegen. In Begegnungen und Gesprächen scheint so jeweils all das auf, was uns in und an unserer Gemeinschaft wichtig ist.
Unser Weg: Wir sehen unseren Auftrag darin, diesen weiten Raum zu erhalten, damit er auch in Zukunft begehbar bleibt.

These 3
Gemeinschaft als Halt und Grenze
Einen erlebbaren Halt in der Weite finden die Gemeindeglieder in den Ecken des Raumes, in einzelnen Gruppen in der Gemeinde. Hier wird Gemeinschaft erfahren, die sich in der Weite des Raumes manchmal verlieren kann.
Unser Weg: Wir möchten, dass Menschen im Raum der Gemeinde Geborgenheit und Halt finden. Dazu sind wir aufmerksam auf uns und auf andere, wenn der weite Raum unserer Gemeinde eher als Belastung empfunden wird.

These 4
Gott als Halt und Grenze
Weil Gott uns in diese Gemeinde gestellt hat, ist er Orientierung, Grenze und Halt in der Weite des Raumes. Das Bekenntnis zum dreieinigen Gott als dem Zentrum und Grund unserer Gemeinde schützt unsere Gemeinschaft vor dem Anspruch, den weiten Raum selbst begrenzen zu wollen oder zu müssen.
Die Gemeindekonzeption und die Vision, die sie begleitet, sollen zwar für die alltägliche Arbeit und das alltägliche Leben in der Gemeinde ein Maßstab sein. Eine Konzeption darf aber nicht den Blick auf den Gott verschleiern, der selbst diese Gemeinde ins Leben gerufen hat und erhält.
Unser Weg: In unserm Sprechen und Handeln soll deutlich werden, dass Gott die Grenze und der Grund unserer Freiheit ist.

Nachwort: In all dem, was wir in der Gemeinde leben, soll Gott dabei nicht in das Innere, Unsichtbare hinein verschwinden. Unsere Erfahrungen mit und in der Gemeinde sollen ansprechbar bleiben für Gott, der die Ermöglichung und Grenze des weiten Raumes der Gemeinde ist.

Das Leitbild wurde vom Presbyterium der Lutherkirchengemeinde 2006 nach einem langen Beratungsprozess unter Beteiligung aller Gemeindekreise-, gruppen und -einrichtungen verabschiedet. Federführung hatte Pfr. z.A. Christoph Sterl.

 

 

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Joachim Gerhardt / 27.05.2008



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