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für den 23.07.2017

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Geschichte der Lutherkirche

Eine Kirche für den Bonner Süden

Bonn im Jahre 1903. Pferdegespanne bestimmen noch das Straßenbild, aber schon fährt die erste elektrische Strassenbahn zwischen Bonn und Beuel. Die Stadt wächst und mit ihr wächst die evangelische Gemeinde

Die Lutherkirche Bonn mit ihrem schmuckvollen Portal zur Reuterstraße, eine Ansicht aus dem Jahr 2009 (Foto: J. Gerhardt) LupeDie Lutherkirche Bonn mit ihrem schmuckvollen Portal zur Reuterstraße, eine Ansicht aus dem Jahr 2009 (Foto: J. Gerhardt)

Die evangelische Gemeinde in Bonn wurde im Jahr 1816 gegründet. Sie bezeichnete sich selbst als Diasporagemeinde, zählte sie doch nur 211 Mitglieder. Von Anfang an vereinigte sie Evangelisch-Reformierte und Evangelisch-Lutherische und nahm so die 1817 in Preussen eingeführte Union der lutherischen und reformier ten Bekenntnisse vorweg.
Die Zahl ihrer Mitglieder stieg im Verlauf des 19. Jahrhunderts gewaltig an. 14.543 Mitglieder wurden 1905 gezählt, die seit 1902 in fünf Pfarrbezirken aufgeteilt waren. Der zweite Pfarrbezirk umfasste das Gebiet um die heutige Lutherkirche in Poppelsdorf sowie die Ortschaften Oedekoven, Witterschlick, Impekoven, Duisdorf, Lengsdorf, Ippendorf, Röttgen und Gut Annaberg. Dagegen standen zwei Kirchen, die Schloßkirche und die Kirche am Kaiserplatz, die heutige Kreuzkirche. Es wurde Zeit für eine weitere Kirche...

"Auf 96 qm drängen sich mehr als 200 Personen im Gottesdienst, manchmal auch 300!"
Dies geschah 1898 Sonntag für Sonntag in der Poppelsdorfer Kleinkinderschule. Und daneben liefen dort auch noch alle anderen gemeindlichen Aktivitäten. Kein Wunder, dass man nach mehr Raum rief und sich ein Komitee fand, welches den Bau einer evangelischen Kirche anstrebte. Doch wo sollte man bauen? Alle für so ein großes Gebäude geeigneten Grundstücke waren schon vergeben. Die Stadt dehnte sich nach Süden und Südwesten aus. Bei Ruheständlern, Kapitalrentnern, Professoren und Angestellten der neu entstandenen großen Fabrikbetriebe war das Gebiet zwischen Reuterweg und Poppelsdorfer Allee sehr begehrt. Doch daneben stand auch das unverhältnismäßig große Heer der Tagelöhner und Fabrikarbeiter. 350 Familien mit 1500 Angehörigen warteten in Poppelsdorf auf eine Kirche.
Ein Baugrundstück muß her!
Vier treue Gemeindeglieder hatten bereits 1897 auf eigene Kosten ein Grundstück "zwischen Reuterweg und Schloßstraße hinter dem Schloßgarten" gekauft. Zum Selbstkostenpreis von 60.000 Mark boten sie es der Gemeinde zum Kauf an. Das man erst nach einem wiederholten Angebot darauf einging, zeigt wohl die mäßige Begeisterung des Bonner Presbyteriums. Am 11. Juli 1898 wurde der Ankauf genehmigt.
Eine Predigtkirche mit ungestörtem Blick auf die Kanzel
Die anschließende Ausschreibung ergab 110 Entwürfe, die der Gemeinde zugänglich gemacht wurden. Die Vorgaben wie der Verzicht auf eine Trennung von Kirchenschiff und Chorraum, der ungestörte Blick auf die Kanzel von allen Plätzen und die Nähe des Pfarrers zur Gemeinde, machen dabei den Wunsch nach einer evangelischen Predigtkirche deutlich.

Zehn Entwürfe kamen in die engere Auswahl. Am 17. November 1899 entschieden sich die Preisrichter für den unter dem Kennwort "Einschiffig" eingereichten Entwurf. Er stammte von den Berliner Architekten Johannes Vollmer und Heinrich Jassoy. Beide waren bereits mit mehreren beachteten Wettbewerben für protestantische Kirchen und Rathäuser hervorgetreten. Am 29. April 1901 war Grundsteinlegung. Inoffiziell war bereits im Winter 1900/01 mit den Ausschachtungsarbeiten begonnen worden, obwohl baupolizeilich noch keine Genehmigung vorlag. Es scheint schon damals den altbekannten "Pfusch am Bau" gegeben zu haben, doch es liegt ein etwas diffuses Dunkel über den Bauakten, die den Versuch, Licht in dieses Kapitel der Geschichte zu bringen, schwermacht

 

 

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Reinhard Knur / 06.03.2007



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